Nach dem Spiel gegen Kleestadt konnten die Kraftreserven wieder aufgefüllt werden, und einem Sieg gegen die Turngemeinde aus Ober-Roden stand grundsätzlich nichts im Wege. Für die Zuschauer begann ein wenig ereignisreiches Spiel – hatte man doch das Gefühl, dass beide Mannschaften sehr wenig mit dem runden Leder anfangen wollten. Von der Kräfteverteilung und der Tabellensituation her sollte es eigentlich ein klares Spiel für unsere Jungs werden. Die Klein-Zimmerner Fans freuten sich, aufgrund des Ergebnisses aus dem Hinspiel, auf einen torreichen Sonntagmorgen.
Bei einigen Spielen versucht man ja eher, das Positive zu sehen, um nicht nur das Negative in den Vordergrund zu stellen. Das fällt dem Autor dieser Zeilen bei den letzten gespielten 60 Minuten eher schwer. Heute hatte man das Gefühl, dass wir zwei Schritte zurück gemacht haben und die geforderte Entwicklung nicht aufs Grün bringen konnten. Aufteilung, Laufwege und Passspiel gab es heute nicht – und man merkte den Jungs die Verunsicherung an. Das Spiel fand zu 95 % in der Hälfte des Gegners statt, aber wir schafften es nicht, diesen Umstand für uns zu nutzen.
Zum Glück fiel dann doch irgendwann das 1:0, was ein bisschen Erleichterung brachte. Ein Schuss aus der Distanz führte dann zum 2:0, trotzdem konnte man aus der sichtbaren Unsicherheit des Gegners nicht das gewünschte Kapital schlagen.
Die kälteste Stelle auf dem Platz war heute sicherlich die Muskulatur unseres Torwarts – dieser war komplett arbeitslos und konnte die Sonne genießen. Die wärmsten Stellen dagegen waren im Gesicht unserer Trainer, da die Farbe der eines vollen und satten Rottones ähnelte.
Am Ende stand zwar ein 4:0 auf der Anzeigentafel, man konnte mit der gezeigten Leistung aber keinesfalls zufrieden sein. „Das war heute unser schlechtestes Spiel der ganzen Runde“, so die Aussage eines unserer Trainer. Wenn wir am Mittwoch im Derby gegen Dieburg so auftreten, werden wir eine schöne Packung kassieren. Kurzerhand wurde das Training für morgen verlängert, um hier vielleicht doch noch den berühmten Turnaround zu schaffen.
Klar, es ist nur ein Spiel – und klar, es gibt auch mal solche Sonntage, an denen einfach nichts klappen will. Unsere Mannschaft hat das Zeug und die Werkzeuge für den Erfolg, jetzt müssen wir nur schauen, dass wir diese wieder gewinnbringend einsetzen können.
Was sagte Lothar Matthäus mal:
„Man soll den Sand nicht in den Kopf stecken … weiter geht’s!“
